25. Apr. 2018

Zwischen Himmel und Hölle: Lösen Sie das Lizenzpuzzle in der Cloud

Ein Abonnement für einen cloudbasierten Software-Service scheint für das Lizenzmanagement wie der Himmel auf Erden. Endlich ein leicht zu verwaltender, intuitiver und benutzerfreundlicher Compliance-Ansatz. Sie bezahlen nur, was Sie auch nutzen, und ersparen sich teure Audits. Ein Kinderspiel! Und Sie brauchen nicht einmal mehr Software Asset Management zu betreiben.

Aber der Schein trügt: Hinter den Daten verbergen sich schreckliche, furchteinflößende und feuerspuckende Monster. Die warten nur darauf, Ihre Kosteneinsparungspläne und Ihre Träume von einem neuen Fokus in Ihrem Büro zunichtezumachen.

Cloud Software Asset Management

Ohne einen Überblick über Ihre Umgebung und Ihre Computing-Anforderungen zahlen Sie am Ende deutlich mehr für Ihre Cloud-Services als nötig. Das ist der Grund, warum eine Software-Asset-Management-Strategie für die Cloud nur durch Informationen entstehen kann. Informationen, die auf einem Fundament aus sauberen, genauen Daten aufbauen. Nur mit Ihrem „Regelwerk“ und den Kennzahlen können Sie ermitteln, wie effektiv Ihr Cloud-Kostenmanagement ist.

Wissen, wo Ihre Daten herkommen

Bei der Einführung der lokalen Virtukalisierung änderten viele Anbieter ihre „Nutzungsrechte“. Auch die Cloud bietet den Anbietern jetzt die Gelegenheit, die Regeln wieder zu ändern. Die einen haben die „Einheiten“ geändert, andere die „Kernfaktoren“ und wieder andere haben noch keine Entscheidung getroffen. Einige großzügige Anbieter gewähren duale Nutzungsrechte. Dadurch kann die Software sowohl für die lokale Nutzung als auch für die Nutzung in der Cloud lizenziert werden. Ja, ganz genau – für beides! Daher sollten Sie unbedingt wissen, ob Ihre Daten aus einem herkömmlichen, lokalen Rechenzentrum oder aus der Cloud stammen.

Bei der dualen Nutzung reicht die reine Datenermittlung nicht aus. Tools, die Daten nicht in Schichten unterteilen oder Datensätze verknüpfen können sind nicht ausreichend. Diese Art von Tools kann nicht ermitteln, ob es sich um eine „auf einer Cloud-Instanz installierte Software“ oder „dieselbe Software, die auf einer lokalen Instanz installiert ist“ handelt. Man könnte annehmen, dass bei drei Installationen auch drei Lizenzen benötigt werden. Dabei handelt es sich um eine lokale Installation und zwei in der Cloud. Dadurch verändert sich Ihr Lizenzbedarf.

Wenn Sie nicht wissen, wo Ihre Daten herkommen, haben Sie keinen genauen Überblick über Ihren tatsächlichen Lizenzbedarf.

Daher gehören das Finden dieser Daten und deren Verwaltung zu den wichtigsten Aufgaben eines SAM-Managers. Auch wenn bei der Cloud-Strategie häufig nur versucht wird, mit dem Wechsel zur Cloud Schritt zu halten - Cloud-Daten sind solide Daten. Sie sind die einzige zuverlässige Ressource, mit der Sie Ihre Softwareinvestition präzise und kostengünstig verwalten können.

Das ist sehr wichtig. Wenn Sie die falschen Daten nutzen, kann das zu hohen Kosten und Audit-Risiken führen.

Cloudbasierte Softwareabonnements

Schauen Sie sich die Details genau an! Nur so können Sie entscheiden, ob ein Cloud-Abonnement die optimale Lösung für Ihre Infrastruktur und die Anforderungen Ihres Unternehmens ist. Sie sollten alle relevanten Daten gründlich verstanden haben. Es geht nicht nur um die Nutzungsdaten. Sie brauchen alle Puzzleteile, um das richtige Lizenzmodell für Ihre Umgebung zu finden.

Beim Software Asset Management in der Cloud sollten folgende Datenpunkte im Mittelpunkt stehen:

  • Die Anzahl der Nutzer, die auf die Software zugreifen
  • Die Anzahl der Prozessoren in dem Gerät, auf dem die Anwendung gehostet wird
  • Ob für lokale Software andere Lizenzen gelten als für die in der Cloud (z. B. Core Factors)
  • Ob Sie ein Hybrid-Lizenzmodell verwenden, das eine duale Nutzung lokal und in der Cloud zulässt
  • Überprüfung der Verträge, um sicherzugehen, dass Sie die Software in der Cloud ausführen dürfen. Gehen Sie nicht einfach davon aus!

Cloud-Lizenzierung ist schwieriger als gedacht

Die meisten Menschen außerhalb der SAM-Branche glauben, die Cloud sei nicht kompliziert. Die Software-Compliance in der Cloud sollte es demnach auch nicht sein.

Zumindest solange, bis sie sich mit einem Architekten zusammensetzen und versuchen, gemeinsam eine SAM-Lösung zu entwickeln. Die Softwarenutzung in lokalen Umgebungen ist schon komplex genug. Aber dann kommen noch die verschiedenen Cloud-Lizenzierungsoptionen hinzu: anwenderspezifische Lizenzmodelle, Lizenzabonnements und BYOL-Systeme (Bring your own license).

Das ist der Punkt, an dem die Meisten verstehen, dass die Cloud-Lizenzierung doch komplex ist. Auch Sie erfordert eine entsprechende Lizenzmanagementlösung.

So ermitteln Sie Ihren Lizenzbedarf für die Cloud

Wenn Sie also nicht wissen, was Sie haben - wie sollen Sie da erkennen, was Sie brauchen?

Möglicherweise entscheiden Sie sich für ein Cloud-Modell im Abonnement, obwohl ein BYOL sinnvoller wäre. Wenn beispielsweise viele Nutzer auf die Cloud zugreifen, dieser Zugriff aber schichtweise und nicht gleichzeitig stattfindet, ist Ihre derzeitige Lizenz möglicherweise günstiger als das Abonnement.

Selbst in der Cloud geht es nicht ohne Lizenzmanagement

Denken Sie daran, dass Sie auch beim Thema Cloud-Lizenzmodelle immer folgende Informationen brauchen:

  • Was Sie haben
  • Was Sie nutzen
  • Was Sie brauchen

Diese Werte verändern sich ständig. Übernehmen Sie frühzeitig die Kontrolle. Entscheiden Sie, was Sie von der Cloud erwarten und beschaffen Sie sich alle relevanten Daten. Behalten Sie all das ständig im Auge behalten und optimieren Sie immer wieder. So schweben Sie, was die Cloud angeht, weiter im siebten Himmel – statt irgendwann in der Hölle zu landen. Es ist immer noch das gute, alte Software Asset Management - nur eben in der Cloud.



Themen: Lizenzoptimierung, Cloud, SAM Insights