24. Jul. 2019

Das Digital Access Adoption Program von SAP

SAP hat im vergangen Jahr das dokumentenbasierte Digital Access-Modell vorgestellt. Seither ermutigt SAP seine Kunden, von seinem Named User-basierten Lizenzmodell für die indirekte Nutzung von SAP auf das neue Modell umzustellen. SAP hat kürzlich das Digital Access Adoption Program ins Leben gerufen, um Kunden mit Rabatten dazu zu bringen, den Wechsel auf Dokumentenlizenzen vorzunehmen.

What you need to know about SAP’s Digital Access Adoption Program

Kunden messen ihre Dokumente mit SAP. Sie wählen eine finanzielle Anreizoption sowie eine bestehende Konvertierungsrichtlinie. Dadurch tauschen Sie ihre alten Lizenzen gegen die neuen Dokumentenlizenzen unter Digital Access ein. SAP erklärt, dass das DAAP basierend auf Kundenrückmeldungen erstellt wurde. Diese befürchteten nämlich hohe Kosten, mangelnde Transparenz bei der Dokumentenlizenzierung und dadurch entstehende Unsicherheit.

Das SAP Digital Access Adoption Program kann zu höheren Lizenzkosten führen.

Das klingt einfach. Und genau das ist es - wenn Genauigkeit nicht Ihre oberste Priorität im SAP-Lizenzmanagement ist. Möchten Sie aber verstehen, was genau Sie messen - dann ist Digital Access deutlich schwieriger. DAAP ist eine Möglichkeit sicherzustellen, dass SAP-Kunden das Streben nach Genauigkeit aufgeben - zugunsten der Umstellung auf Digital Access. So kann SAP mehr oder schneller Lizenzgebühren verlangen.

Wir zeigen Ihnen, wie das Programm funktioniert.

SAP Digital Access Adoption Program - Schritt für Schritt

1) Wählen Sie eine Option für Messbarkeit:

  • Ihr Unternehmen und das Global License Audit & Compliance-Team von SAP identifizieren die geschätzte Anzahl von Dokumenten, die anhand Ihrer aktuellen indirekten Nutzung erstellt wurden.

oder

  • Sie implementieren Support Packages, die das SAP Passport-Tool und die Funktionen zur Dokumentenzählung enthalten. Diese identifizieren die geschätzte Anzahl von Dokumenten, die von Ihrer angeschlossenen Nicht-SAP-Software erstellt wurde.

2) Wählen Sie eine Finanzoption:

Wie Sie sehen, ist die Option A insgesamt teurer. Sie gibt Ihnen jedoch Spielraum für zukünftiges Wachstum. Option B ist zwar die kostengünstigere Option, aber für 5% weniger Kosten erhalten Sie 15% weniger lizenzierte Dokumente. Auf der anderen Seite haben Sie auch eine geringere Wartungsbasis. Dadurch müssen Sie, wenn Ihre Dokumentenanzahl im nächsten Jahr abnimmt statt steigt, Ihr Wartungspaket nicht aufstocken.

Beachten Sie, dass SAP einen Mengenrabatt pro 1000 gekauften Dokumenten bietet. Die Kosten pro Lizenz sinken, je mehr Dokumente Sie von SAP lizenzieren. Je mehr Dokumente Sie von SAP lizenzieren, desto geringer sind somit die Kosten pro Lizenz.

In manchen Fällen kann der Preis pro Dokument bei Option A günstiger sein (obwohl der Betrag insgesamt natürlich höher ist), aber das ist nicht immer der Fall. Stellen Sie sicher, dass Sie für Ihren Bedarfsfall eine genaue Berechnung durchführen bevor Sie sich für eine der Optionen entscheiden.

3) Cüberprüfen Sie die möglichen Optionen für Konvertierungsrichtlinien:

Sind Ihnen alle SAP-Einkäufe Ihres Unternehmens bekannt? Überprüfen Sie sie auf Lizenzen für die indirekte Nutzung, wie z.B. Sales & Service Order Processing/Execution, Purchase Order Processing/Execution oder SAP Named User Lizenzen, die nicht mehr benötigt werden. Das betrifft insbesondere SAP Platform User und andere Named User Lizenzen, die explizit für indirekte Nutzungssszenarien gekauft wurden.

Sie können bei SAP nach Möglichkeiten suchen, diese Lizenzen in dokumentenbasierte digitale Nutzungsslizenzen umzuwandeln, wie in den "Conversion & Extension Policies" der Digital Access Adoption Program Overview angegeben.

Sollten Sie das SAP Digital Access Adoption Program ausprobieren?

SAP bietet seinen Kunden Unterstützung zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Gleichzeitig wird der Aufwand reduziert, den die Kunden und SAP selbst in die Analyse ihrer Daten investieren müssen, um einen genauen Überblick ihrer Dokumente zu erreichen.

TVor Tätigung einer großen Investition, wünschen sich Kunden oft mehr Transparenz und Genauigkeit. Beides ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht vorhanden. Während sich unser Team mit diesem Problem befasste, sind Fragen zur Genauigkeit der Dokumentenzählung bei SAP weiterhin offen. Wie zählt SAP Dokumente in seinem Passport-Tool? Warum wird ein Dokument markiert, wenn ein Dokument gelöscht wird? Wird das Dokument noch lizenziert? Und warum erhalten "stornierte" Dokumente nicht den Status "storniert"? Besteht die Gefahr, dass sie gezählt werden?

Bis diese Fragen geklärt sind, besteht das Risiko, dass Sie nach Ablauf der Lockangebote des DAAP Modells mehr bezahlen müssen.

Das neue dokumentenbasierte Lizenzmodell wurde erstellt, damit SAP die indirekte Nutzung ihrer Systeme messen kann. Das alte benutzerbasierte indirekte Nutzungssmodell ist weder für den Kunden noch für SAP transparent. SAP kann es nicht messen. Daher ist die Berechnung solcher Lizenzen schwierig.

Betrachtet man das Gesamtbild, ist die wichtigste Frage nach wie vor, ob SAP gesetzlich berechtigt ist überhaupt Geld für die indirekte Nutzung zu verlangen. Das neue Preismodell ändert nichts an der Legitimität dieses Falles. Unser Bauchgefühl sagt uns, dass SAP kein Recht hat, Lizenzen für indirekte oder digitale Nutzung zu verlangen. Dies wirft eine weitere Frage auf: Bedeutet die Kundenakzeptanz des neuen Preismodells, dass sie die Anforderungen an zusätzliche Lizenzen akzeptieren?

Das alte benutzerbasierte indirekte Nutzungsmodell funktioniert immer noch. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie daher Ihre Optionen berechnen, analysieren und dann vergleichen. Nur so sehen Sie, ob Digital Access sowohl die kurzfristige (finanzielle Anreize) als auch die langfristige (Wartung, Erstellung zusätzlicher Dokumente oder Verkleinerung von Dokumenten) logische Option für Sie ist.

Beratung zum SAP-Lizenzmanagement

Werden Sie immer noch von den DAAP-Rabatten auf die Dokumentenlizenzierung verführt? Sind Sie bereit, für die indirekte Nutzung von SAP oder Digital Access zu bezahlen? Dann beginnt die beste Strategie für den Umgang mit Digital Access mit einer genauen Risikoanalyse Ihrer verschiedenen indirekten Nutzungsmöglichkeiten. Was würde eine personenbezogene indirekte Nutzungslizenz Ihr Unternehmen für die Top-3-Schnittstellen kosten? Und wie verhält sich dies für die dokumentenbasierte Digital Access-Lizenz?

Aspera’s SAP Berater unterstützen Sie dabei die richtige Lösung zu finden.

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Unsere SAP-Experten und -Berater unterstützen Sie gerne bei der Suche nach diesen Antworten. Wenn Sie Ihre aktuellen Kosten mit indirekter Nutzung von SAP (Named User Lizenzen) und Ihre potenziellen Kosten für Digital Access (Dokumentenlizenzen) kennen, wissen Sie, welches Modell für Sie am besten geeignet ist. Sie haben die Transparenz, zwischen der Beibehaltung Ihrer aktuellen Lizenzen oder der Umwandlung in die Digital Access Lizenzen, von denen Sie wissen, dass Sie sie benötigen.



Themen: SAP