14. Mär. 2019

Lyft und AWS: Ein Weckruf an das Kostenmanagement der Cloud

Das amerikanische On-Demand Transportunternehmen Lyft wird, laut seiner Anträge für den Börsengang (IPO), bis Ende 2021 mindestens 300 Millionen Dollar für Cloud Services an Amazon Web Services (AWS) ausgeben. Das bedeutet eine monatliche Zahlung von mindestens 8 Millionen Dollar. Selbst wenn Lyft bis Ende 2021 nicht so viele Services verbrauchen sollte, muss die Differenz gezahlt werden.

Lyft and AWS: A Cloud Cost Management Wake-Up Call

Wahrscheinlich hat Lyft dem AWS-Vertrag für Cloud Services zugestimmt, um den Zugang zu ausreichenden Computerressourcen zu gewährleisten. So können Probleme mit der Infrastruktur ihr potenzielles Wachstum nicht beeinträchtigen. Ein kluger Schachzug – denn das zeigt, dass sie ihre Geschäftsstrategie und die entsprechenden Ressourcenanforderungen verstehen.

Dennoch enthüllen die Anträge eine Wahrheit über Cloud Computing, die häufig unter den Teppich gekehrt wird: Die Cloud ist nicht so günstig, wie gedacht. Zwar senkt die Cloud Ihre anfänglichen Investitionen in Computing-Ressourcen und -Personal, doch im Laufe der Zeit stellt sie einen wesentlichen Teil Ihres Gesamtbudgets dar. Diese Kosten können ohne ein ordnungsgemäßes Kostenmanagement für die Cloud schnell steigen.

Langfristige Einblicke mit Cloud-Kostenmanagement

Kostenmanagement für die Cloud ist mehr als das reine Zählen von Softwarelizenzen. Es überwacht, berichtet und prognostiziert Ihre Geschäftsanforderungen. Dadurch sind Sie nicht an teure, langfristige Verträge gebunden und können so Ihre Cloud Kosten optimieren.

Der Wechsel von einem Cloud-Provider zu einem anderen, oder sogar die Migration von der Cloud zurück zu einer lokalen Umgebung, kann eine kostspielige Barriere für Ihren Ausstieg aus einem teuren oder unbefriedigenden Cloud-Vertrag sein. Wenn sich Ihr Unternehmen für einen Wechsel entscheidet, benötigen Sie die entsprechenden Ressourcen, um die Daten effektiv zu migrieren. Das erfordert möglicherweise eine Zwischenlösung. Diese sollte sowohl Daten speichern als auch anpassen können, sofern sie in einem Format vorliegen, das mit der neuen Umgebung nicht kompatibel ist.

Hier setzt Software Asset Management für die Cloud an. Wichtig ist, dass Sie Ihren aktuellen Verbrauch messen, Ihre Lizenzen optimieren und den zukünftigen Bedarf prognostizieren können. Cloud Optimierungssoftware ist ein großer Treiber, um diese Ergebnisse zu erzielen.

Und das sind die Erkenntnisse, die aktuellen und potenziellen Investoren Sicherheit geben. Denn so wissen sie, dass Ihre Investitionen von fundierten und strategischen Erkenntnissen des Lizenzmanagements geleitet werden.

5 wichtige Hinweise für das Software Asset Management in der Cloud

Bevor Ihr Unternehmen also einen massiven und potenziell kostspieligen Lizenzvertrag für Cloud-Lösungen abschließt, stellen Sie folgendes sicher:

  1. Klären Sie Ihre Ziele. Wissen Sie, was Ihre Ziele sind und ob sie realisierbar sind? Achten Sie darauf, dass Sie keine unrealistischen Hoffnungen haben, die zwar Ihre Träume widerspiegeln, aber nicht die Realität Ihres Marktes.
  2. Überwachen Sie den aktuellen Verbrauch. Finden Sie heraus, was Sie verwenden und wie. Legen Sie einen fixen Prozess für die Messung von Nutzung und Veränderungen in Ihrer Umgebung fest.
  3. Optimieren Sie Ihre Lizenzen. Holen Sie das Beste aus Ihren aktuellen Lizenzen heraus. Wenn Sie mit einem Vertrag migrieren, der auf einer ineffektiven Lizenzstruktur basiert, ist die Lizenzierung in der Cloud weiterhin ineffektiv. Optimieren Sie vor der Migration. Nur so können Sie die bestmöglichen Lizenzen für Ihre Anforderungen erhalten.
  4. Prognostizieren Sie den zukünftigen Bedarf. Nutzen Sie Ihre Ziele und die aktuelle Nutzung, um grob einschätzen zu können, wie viel Rechenleistung Sie in Zukunft benötigen. Ohne eine gute Prognose, könnte eine Umgebung entstehen, die nicht die richtige Größe für Ihre Bedürfnisse hat.
  5. Entwicklung einer Exit-Strategie. Bedenken Sie, was Sie alles benötigen, um Ihre Daten von einem Cloud-Anbieter zum anderen – oder zurück in Ihre eigene Umgebung – zu migrieren. Einigen Sie sich auf verbreitete Datenformate, um eine einfachere Migration zu ermöglichen. Dies hilft Ihnen, sich vor einem unpassenden Cloud-Vertrag zu schützen.

Wenn Sie diese Punkte erfüllen, sind Sie bereit, einen Servicevertrag für die Cloud auszuhandeln. Einen Vertrag, der den speziellen Anforderungen und Zielen Ihres Unternehmens entspricht.

Nur weil die Cloud nicht so erschwinglich ist, wie es einmal schien, bedeutet das nicht, dass eine kosteneffiziente Cloud-Lizenzierung nicht möglich ist. Mehr denn je ist es für Sie wichtig, die Kontrolle über Ihre Cloud-Umgebung zu übernehmen, bevor die Cloud die Kontrolle über Sie gewinnt.



Themen: Amazon AWS, Cloud, Industry Events