16. Nov. 2017

8 Tipps für das optimale Oracle Lizenzmanagement

Oracle ist ein wesentlicher Bestandteil der IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens. Die damit verbundenen Datenbanklösungen und Anwendungen gehen jedoch mit einigen der komplexesten und umfangreichsten Lizenzverträge einher, die es im Bereich des Software Asset Management (SAM) gibt. Daher habe ich die 8 wichtigsten Herausforderungen im Oracle-Lizenzmanagement zusammengestellt, um SAM-Managern dabei zu helfen, die Kontrolle über die Lizenzierungskosten zu behalten und Compliance-Risiken zu vermeiden.

Eine ordnungsgemäße Verwaltung der für Oracle-Lizenzen anfallenden Kosten setzt voraus, dass Sie sich bestens mit solch komplexen Themen wie Lizenzmetriken, Bereitstellung, Nutzung, Konfigurationen, Virtualisierung und der Anzahl der CPUs auskennen. Da sich diese allgegenwärtigen Compliance-Herausforderungen nicht allein mit Tabellen bewältigen lassen, wird ein automatisiertes SAM-Tool benötigt, um einen Schutz vor Audit-Risiken zu gewährleisten und Kosteneinsparungen durch Lizenzoptimierung zu erzielen.

Top 8 Challenges of Managing Oracle Licenses

Optimieren Sie Ihre Oracle-Kosten!

  1. Hohe Supportgebühren. Die mit Oracle verbundenen Supportgebühren machen 22 % der Lizenzgebühren aus. Die Herausforderung besteht darin, die wichtigsten Punkte, die in den Richtlinien für den technischen Support aufgeführt sind, zu verstehen und korrekt anzuwenden. Oracle verdient tatsächlich mehr durch Wartungsgebühren als mit Softwarelizenzen. Auch wenn es sehr schwer ist, den mit Oracle einhergehenden Wartungsaufwand zu verringern - es ist keinesfalls unmöglich!
  2. Komplexe Metriken. Oracle verwendet einen komplizierten Lizenzplan, der zwei der gängigsten Metriken beinhaltet: Pro Prozessor (CPU) oder Named User Plus (NUP). In diesem Zusammenhang sind weitere wichtige Faktoren zu berücksichtigen wie zum Beispiel Cluster, Virtualisierung und Multiplexing.
  3. Verwirrendes Kleingedrucktes. Die Unternehmensverträge von Oracle können genauso komplex sein wie die Metriken. Der Anbieter erwirbt und implementiert häufig neue Software-Produkte, die jeweils mit eigenen Lizenzierungsregeln einhergehen. Außerdem fällt die Vertragssprache in vielen Fällen nicht einheitlich aus.
  4. Kommunikation. Oracle kommuniziert Änderungen in der Lizenzierung nicht immer transparent und zusätzliche Informationen sind nur schwer zu finden. Daher ist es ratsam, sich in diesen Fällen an einen neutralen Dritten zu wenden, um die Einhaltung der Nutzungsbedingungen sicherzustellen.
  5. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Pakete. Jede Option, Funktion und jedes Paket einer Oracle-Datenbank wird separat lizenziert. Jeder Datenbankadministrator kann versehentlich Optionen aktivieren, ohne dass er zuvor mit einer Warnung daraufhin gewiesen wurde. Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie die aktivierten Optionen kontrollieren und sich über die Hauptursache der Nutzung im Klaren sein.
  6. Konzernlizenzverträge sind kein Rund-um-Sorglos-Paket. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag, deckt der Konzernlizenzvertrag (Unlimited License Agreement, ULA) meistens eben doch nicht alle Produkte und Optionen von Oracle oder alle Geschäftseinheiten und Rechtsträger Ihres Unternehmens ab. Und wenn Sie das ULA nicht verlängern, stellt Oracle eine Lizenz für jede Installation sowie Wartungszahlungen in Rechnung.
  7. Mangel an virtuellen Lizenzierungsoptionen. Während der Großteil der IT-Branche sich immer schneller weiterentwickelt, verlässt sich Oracle immer noch auf seine starke Position auf dem Datenbankmarkt. Daher werden nach wie vor keine Lizenzrichtlinien angeboten, die einer Virtualisierung zugutekommen würden. Marktführende Technologien wie VMware werden als „Soft-Partitioning“ eingestuft. Das führt häufig zu unsinnigen Lizenzanforderungen und hohen Compliance-Risiken.
  8. Eine flexible IT-Umgebung bedeutet kontinuierliche Veränderungen. Eine Veränderung im Rechenzentrum kann enorme Kostenrisiken verursachen. Installieren Sie beispielsweise eine, mit hohem Risiko verbundene, Anwendung auf Middleware von Oracle oder verlagern eine virtuelle Maschine auf ein anderes Server-Cluster. Es ist außerordentlich wichtig, alle Aspekte genauestens im Blick zu behalten.

Optimierung der Oracle-Kosten

Das Oracle-Lizenzmanagement kann eine überwältigende Aufgabe sein. Daher ist es unbedingt erforderlich, dass Sie im Hinblick auf die Verwaltung Ihrer Softwarelizenzen einen umfassenden und strategischen Ansatz verfolgen. Mit automatisierten SAM-Lösungen wie Aspera SmartTrack oder LicenseControl for Oracle sowie unseren optionalen Managed Services können Sie Ihre Investition in Oracle optimieren und gleichzeitig das finanzielle Risiko senken.

Durch die Durchführung einer detaillierten Messung Ihrer Nutzung ermöglicht unsere Optimierungskomponente Ihnen, die mit Oracle verbundenen Kosten auf folgende Weise deutlich zu reduzieren:

  • Entfernung von „versehentlich“ aktivierten Optionen
  • Reduzierung der Größe Ihrer physikalischen/virtuellen Serverpartitionen durch die Bereitstellung einer Ansicht der maximalen CPU-/Speichernutzung im Laufe der letzten Monate
  • Bereitstellung einer Liste der nicht ordnungsgemäß konfigurierten Virtualisierungen, um eine Partitionierung Ihrer Lizenznutzung zu erreichen
  • Einschätzung der Option zur Nutzung der angemessenen Edition für spezifische Perimeter
  • Ermittlung und Deinstallation von nicht verwendeten Instanzen

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Themen: Lizenzoptimierung, Oracle