25. Jul. 2017

Schreiben Sie Ihr Happy End: Worauf Sie bei Ihren Oracle Verträgen achten sollten

Der korrekte Einsatz Ihrer Lizenzen ist wohl die größte Herausforderung überhaupt im Software Asset Management (SAM). Beachten Sie dabei unbedingt Ihre vertraglichen Vereinbarungen. Denn dort sind die Voraussetzungen für die korrekte Nutzung und die Einhaltung Ihrer Compliance definiert.

Happy End bei der Oracle-Lizenzierung

Dabei kommen immer wieder folgende Fragen auf:

  1. Nachverfolgung: Wohin mit meinen Verträgen?
  2. Wichtige Klauseln: Kann ich mir diese zu Nutze machen?
  3. Zusätzliche Lizenzierungsregeln: Gibt es weitere Informationsquellen, die ich berücksichtigen sollte?
  4. Transparenz: Wie ist es mit Aktualisierungen der Lizenzbedingungen?

Zu diesen Fragen finden Sie hier die Antworten.

Nachverfolgung

Die erste Faustregel ist einfach: Verlieren Sie nie den Überblick über Ihre mit Oracle unterzeichneten Verträge. Außerdem sollten Sie diese unbedingt in chronologischer Reihenfolge ordnen und ein standardisiertes Benennungsverfahren einführen:

Beispiel:

  • OLSAv12345_Kundenname_12Mai2013 – entspricht dem 1. Kauf
  • OLSAv12345Änderung1_Kundenname_27Mai2016 – entspricht der Änderung 1 für den 1. Kauf

Glauben Sie mir – das hilft! Ich habe das Wort unterzeichnet in Bezug auf Ihre Oracle Vereinbarungen hervorgehoben, da nur diese die rechtliche Gültigkeit repräsentieren. Nicht selten werden Entwürfe in Umlauf gebracht und dann zu einem späteren Zeitpunkt geändert. Sobald bei Ihnen ein Audit ansteht, müssen Sie in der Lage sein, alle diese Änderungen nachzuverfolgen. Wenn Sie gut vorbereitet sind und wissen, wo die relevanten Dokumentationen abliegen, haben Sie schon halb gewonnen.

Wichtige Klauseln

Die Oracle License Services Agreements (jetzt OMA – Oracle Master Agreement genannt) und die Bestellunterlagen enthalten wertvolle Informationen zu folgenden Punkten:

  • Territory
  • Übertragung und Abtretung
  • Veräußerung
  • Preisentwicklungen
  • Migrierte / gekündigte Lizenzen
  • Metriken
  • Kundendefinitionen
  • Auditklauseln
  • Minima
  • Alle weiteren Lizenznutzungsklauseln, die sich auf den Einsatz auswirken

Es ist hilfreich, wenn Sie daran denken, dass es viele andere Arten von Verträgen gibt, die Oracle anbietet. Aufgrund der großen Anzahl von übernommenen Unternehmen müssen Sie stets prüfen, was die vertraglichen Regelungen festlegen und welche maßgebend sind.

Worum es bei der Oracle Java SE Lizenzierung geht

Zusätzliche Lizenzierungsregeln

Oracle stellt viele verschiedene Informationsquellen online zur Verfügung. Doch Sie werden feststellen, dass sich eine Aussage wie ein roter Faden durch die meisten von ihnen zieht: In nahezu allen Quellen finden Sie den Hinweis, dass Oracle keine vertragliche Bindung in Bezug auf zusätzliche Dokumente neben dem Vertrag hat. Was aber unerwähnt bleibt, ist, dass Kunden diese Dokumente auch bei Vertragsabschluss erhalten.

Die wichtigsten Quellen:

  • Oracle Partitioning Policy: Diese Richtlinie definiert, was Oracle unter Soft- und Hard Partitioning versteht. Seien Sie gewarnt, denn ein Missverständnis kann erhebliche finanzielle Auswirkungen nach sich ziehen. (Denken Sie nur an VMware.)
  • Oracle Software Investment Guide: Dies ist ein umfassender Leitfaden für Softwareinvestitionen, der die wichtigsten Produktkategorien und deren Lizenzmodelle abdeckt. Außerdem bietet er Kalkulationsszenarien.
  • Oracle Help Center: Dies ist die Wissensdatenbank von Oracle. Hier finden Sie Lizenzierungsinformationen und technische Anleitungen zu allen Oracle Produkten.
  • Oracle Processor Core Factor Table: Diese Tabelle mit Lizenzfaktoren für Coreprozessoren wird für Prozessorberechnungen verwendet.
  • Preislisten: Hier werden hin und wieder metrische Definitionen ohne Ankündigung geändert; es empfiehlt sich daher, diese regelmäßig zu prüfen.
  • Oracle Software Technical Support Policies: Diese Richtlinien für den technischen Support können erhebliche Kostenauswirkungen in Bezug auf die sogenannten Wiedereinsetzungsgebühren (reinstatement fees) mit sich bringen. Diese Gebühren können beispielsweise unter bestimmten, im Dokument angegebenen Bedingungen 150 % der Supportgebühren vom Vorjahr + die Supportgebühren für die verstrichene Zeit umfassen.

Transparenz

Lizenzbedingungen zu Nutzung und Einsatz werden Kunden dann mittels Abänderungen mitgeteilt, wenn sie aktuelle Vereinbarungen betreffen, oder diese auf Compliance Diskussionen beruhten. Die allgemeinen Regeln werden jedoch ohne Mitteilung aktualisiert. Prüfen Sie also regelmäßig, ob sich etwas geändert hat. Bestes Beispiel hierfür ist die Regeländerung für "Oracle in the Cloud Computing Environment".

Sie sehen, Lizenzmanagement ist ein Fulltime-Job, der dedizierte Ressourcen bindet. Bleiben Sie also wachsam und stellen Sie sicher, dass Sie die Dokumentation aufmerksam lesen! Achten Sie auf diese wichtigen Faktoren und managen Sie erfolgreich Ihre Oracle Lizenzen.

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Themen: Oracle, SAM Insights




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