01. Jun. 2017

Grauzonen in den SAP-Preislisten nutzen

Die SAP hat zahlreiche "Grauzonen" in ihren Preislisten geschaffen. Warum? Weil die Key Account Manager von SAP häufig kein großes Lizenz-Know-how mitbringen, dafür aber umso mehr Verhandlungsgeschick. So nutzt vor allem SAP selbst diese aus – dabei liegt hier Potenzial für SAP-Kunden brach, sagt Janik Schipp von Aspera.

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[Translate to Deutsch:] SAP license optimization

Drei Fragen an Janik Schipp, Berater für SAP bei der Aspera GmbH

1. Wo liegen für SAP-Kunden derzeit die größten Pain-Points und wie können sie gelöst werden?

Neben dem „Dauer-Pain-Point“ der indirekten Nutzung, tun sich Unternehmen noch schwer, die richtigen Lizenztypen auf Basis der kundenspezifischen Nutzung zu identifizieren und in ihr Lizenzportfolio aufzunehmen. Das liegt an folgenden Faktoren:

  • Im Named User Bereich bietet die SAP 17 Standard Lizenztypen an. Diese Lizenztypen decken jedoch nicht einmal ansatzweise alle kundenspezifischen Bedürfnisse ab.
  • SAP argumentiert, dass der Professional User nahezu alle Nutzungen in jedem Unternehmen abdeckt. Das ist zwar richtig, hat aber nichts mit kundenbasiertem Lizenzmanagement zu tun. Es vereinfacht lediglich die Zuweisung der passenden Lizenz je Mitarbeiter im SAP Umfeld.

Die Lösung: Möglichst viele Lizenztypen definieren

Die Mehrheit der SAP-Kunden hat weniger als 5 kundenspezifische Lizenztypen, empfehlenswert sind aber mindestens 10 pro Unternehmen. Das ist immer umsetzbar und ein einmaliger Aufwand und reduziert die Zahl der teuren Professional User. Dieser Aufwand lohnt sich lizenztechnisch und finanziell definitiv.

3 Tipps um Lizenzkosten zu sparen

2. Welche Schritte sind dafür erforderlich?

Lizenzexperten unterstützen bei diesen vier Schritten:

  • Diskussion/Definition der gewünschten Lizenztypen basierend auf Arbeitsbereichen/Funktionen
  • Analyse der aktuellen technischen Nutzungsdaten je definiertem Bereich
  • Spezifikation und Beschreibung der gewünschten kundenspezifischen Lizenztypen
  • Erweiterung der SAP-Verträge, um die neuen Lizenztypen gegen aktuelle Standardlizenztypen zu tauschen.

So könnte die Ausgangsposition für ein Unternehmen aussehen:

Lösungsvorschlag der SAP versus Gegenvorschlag durch den Kunden

Ergebnisse der aktuellen Datennutzung nach der Vertragsanalyse:

3. Welche weiteren Möglichkeiten werden häufig übersehen?

Für Kunden, die diesen Aufwand nicht betreiben wollen oder können, ist es umso wichtiger, die Grauzonen, die SAP geschaffen hat, zum eigenen Vorteil zu nutzen. Grauzonen sind Verhandlungssache!

Nehmen wir noch einmal das Beispiel Standard SAP Named User Lizenztypen: Natürlich gibt es hier Grenzen, zum Beispiel kann ich keine Employee Self-Service Lizenz für meine Government Risk und Compliance (GRC)-Tätigkeiten nutzen. Es ist aber durchaus möglich, genauer zwischen Employee Self-Service Core, Employee Self-Service, Employee und Manager Self-Service abzugrenzen.

Sichern Sie Ihr SAP Compliance

Grauzonen bedeuten bares Geld, wenn man sich auskennt und sie zu seinem Vorteil nutzt. Unternehmen, denen die zeitlichen Ressourcen oder das fachliche Know-how fehlen, greifen am besten auf die Unterstützung vom Experten zurück.

Janik Schipp berät Kunden in der SAP-Lizenzierung und -optimierung und verantwortet die Weiterentwicklung neuer Services für SAP Named User, Engines, Indirekte Nutzung, S/4HANA und Business Objects.

Sie haben weitere Fragen zum Thema SAP Lizenzierung und Vertragsverhandlungen? Hören Sie sich unser Webinar an: SAP Indirect Access – Control your risk

 

Wie viel können Sie sparen? Hier erhalten Sie eine Analyse Ihrer SAP-Lizenzsituation:



Themen: Lizenzoptimierung, SAP