14. Mär. 2017

Nutzen Sie Ihre Inventarisierungs- und Discovery-Tools bei einem Oracle-Software-Audit

Von Craig Guarente, Palisade Consulting

Bevor wir uns dem Thema widmen, möchte ich Ihnen einige Hintergrundinformationen geben. Früher habe ich das Lizenz-Audit-Team (LMS) von Oracle geleitet. Ich war als globaler Prozessverantwortlicher für alles zuständig, was mit LMS zu tun hatte. Meine Arbeit dort hat mir sehr gefallen, ebenso sehr wie meine jetzige Arbeit bei Palisade Compliance, wo ich Kunden unterstütze, bei denen Oracle ein Audit durchführt.

Da ich also beide Seiten der Medaille kenne, habe ich eine ausgezeichnete Perspektive, was die Taktiken von Oracle und deren Auswirkungen angeht, die das offensive Verhalten auf die Kunden des Unternehmens hat. Die gute Nachricht ist, dass kluge, gut vorbereitete Kunden ein Oracle-Audit mit Bravour meistern können. Die schlechte Nachricht lautet allerdings: Wenn Sie nicht gut vorbereitet sind, zahlen Sie Millionen Dollar an Oracle.

Das Zauberwort heißt „Kontrolle“

Das Wichtigste bei einem Oracle Audit ist, die Kontrolle über Daten, Informationen und Berichte zu behalten. Wenn Sie Oracle die Kontrolle überlassen, zahlen Sie jede Menge Geld an Oracle. Wenn Sie die Kontrolle übernehmen – was Sie unbedingt tun sollten – zahlen Sie Oracle wenig bis gar nichts. Kunden, die die Kontrolle behalten, müssen Oracle schlimmstenfalls einen fairen Preis für die zusätzliche Software bezahlen, die sie verwenden.

Das Ziel von Oracle besteht darin, so viel Geld wie möglich im Rahmen eines Audits zu generieren. Um das zu erreichen, sammelt Oracle sehr viele Daten (weit mehr Daten, als eigentlich nötig sind) und präsentiert dem zu prüfenden Unternehmen dann den größten Wert an Compliance-Abweichungen. Anschließend gibt Oracle LMS diesen Wert an das Vertriebsteam von Oracle weiter und unterstützt den Vertrieb, damit einen guten Verkaufsabschluss auszuhandeln.

In diesem Szenario versucht der Kunde, den überraschend hohen Wert nach unten zu verhandeln. Da den Kunden von Oracle keine eigenen Fakten vorliegen, gründet sich die gesamte Diskussion auf die Aussagen von Oracle LMS. Keine gute Verhandlungsbasis.

Programme nutzen, damit Sie Ihre eigenen Daten kennen

Jedoch: Ein Oracle-Audit muss nicht zwangsläufig so ablaufen. Wenn Sie als Kunde von Oracle Daten aus einem speziellen Programm vorliegen haben, können Sie diese Daten nutzen, um ihre Position darzustellen. Sofern Sie als Kunde die Oracle Lizenzen ordnungsgemäß verwaltet und genutzt haben, ohne gegen Bestimmungen zu verstoßen, verhandeln Sie auf einer ganz anderen Ebene – nämlich auf Augenhöhe.

Ich gehe noch einen Schritt weiter. Wenn Sie ein Inventarisierungsprogramm verwenden, können Sie ein Audit sogar vermeiden! Wie? Das geht so: Wenn der Vertrieb von Oracle beginnt, Fragen zu Ihrer Bereitstellung zu stellen, und Sie ihm schnell tragfähige und gute Informationen liefern können, sinkt Ihr Audit-Risiko. Denken Sie daran: Oracle führt nicht gern Audits bei Kunden durch, die ihre Lizenzsituation kennen. Diese Audits bringen nicht so viel Geld ein wie Audit bei Unternehmen, die ihre Position/Nutzung nicht nachvollziehen können.

Palisade unterstützt seine Kunden bereits seit mehr als sechs Jahren bei der Durchführung von Oracle Audits. Wir stellen einen konkreten Zusammenhang fest - zwischen Kunden, denen hochwertige Daten vorliegen, und denen, die niedrigere Vertragsstrafen an Oracle zahlen. Je besser die Daten, desto niedriger die Gebühren. Wenn Kunden ihre Lizenzen nicht verwalten und keine Inventarisierungs- und/oder Inventory-Programme verwenden, sind sie Oracle gegenüber im Nachteil. Vergessen Sie nicht: Oracle will die Kontrolle über den Bericht, der besagt, dass Sie X Lizenzen verwenden. Wenn Sie Oracle keine Zahl nennen können, nennt Oracle Ihnen eine Zahl.

Zeit und Kosten bei Ihrem Oracle ULA sparen

Experten für die Datenerhebung einsetzen

Palisade bietet selbst keine Programme an. Wir sind eine Beratungsfirma, die sich auf Oracle-Verträge und -Lizenzen spezialisiert hat. Nach meiner Erfahrung benötigen Kunden einerseits korrekte Informationen (ein professioneles SAM-Programm ist eine hervorragende Informationsquelle) als auch Beratung (ein unabhängiger Experte für Oracle ist die einzig wahre Unterstützung), um sich Oracle gegenüber optimal zu positionieren.

Ich vergleiche das gerne mit einer Buchprüfung durch das Finanzamt. Als Unternehmer verwende ich QuickBooks für meine Buchführung. Ich habe aber auch eine Buchhalterin, die auf diesem Gebiet Expertin ist. Die Arbeit meiner Buchhalterin wäre deutlich schwieriger, wenn ich ihr am Jahresende anstelle der Informationen aus QuickBooks einfach einen Karton mit Belegen überreichen würde. Beim Finanzamt helfen mir meine QuickBooks-Berichte jedoch nicht weiter. Ich brauche die Hilfe meiner Buchhalterin, um sicherzustellen, dass das Finanzamt nicht an meine Tür klopft, und wenn doch, um die Steuerprüfung zu bestehen.

Unternehmen, bei denen SAM ein integraler Bestandteil der Arbeit ist, und die die beste unabhängige Beratung im Hinblick auf Oracle (oder andere Softwareanbieter) in Anspruch nehmen, behalten die Kontrolle über diese Geschäftsbeziehung, vermeiden unnötige Kosten und können die Lizenzbestimmungen einhalten.

Ich möchte Sie zu meinem Webinar Proven Strategies to Reclaim Control of Oracle’s Fiscal Year End (Bewährte Strategien, wie Sie die Kontrolle über Ihre Oracle-Lizenzen zum Ende des Geschäftsjahres erhalten) am 21. März um 14:00 Uhr (Eastern Time) einladen. In diesem Webinar erhalten Sie Insidertipps, mit denen Sie sich auf ein Oracle-Audit vorbereiten können. Finden Sie heraus, wie Sie mit einer Kombination aus Fachwissen über Oracle mit einem speziellen Software Asset Management-Tool wie SmartTrack eine Erfolgsstrategie für die Einhaltung von Softwarelizenzen entwickeln können, mit der Sie sich im Falle eines Audits verteidigen können.

In diesem Webinar lernen Sie, wie Sie Ihre Daten nutzen können, um am Ende des Geschäftsjahres von Oracle (am 31. März) optimale Ergebnisse zu erzielen. Zusammen mit Christof Beaupoil, dem Mitbegründer von Aspera, finden wir heraus:

    •  Wie Sie mit einem Oracle-Audit umgehen können
    •  Wie vollständige Daten Ihnen dabei helfen, sich auf ein Oracle-Lizenzaudit vorzubereiten oder es zu vermeiden
    • Wie das richtige Programm Ihnen bei Ihren Verhandlungen mit Oracle helfen kann
    • Worauf Sie sich einstellen müssen, wenn Oracle ein neues Geschäftsjahr beginnt
    • Live-Fragerunde zum Abschluss

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    Themen: Software Audits, Oracle