19. Nov. 2018

SaaS-Einblicke: Der Einfluss von Cloud Computing auf das Lizenzmanagement

Von Mai bis September dieses Jahres haben wir die aktuellen Herausforderungen untersucht, denen sich die Endanwender im Bereich des Software Asset Managements aufgrund der zunehmenden Nutzung von SaaS-Lösungen seitens der Unternehmen gegenübersehen. Die Umfrage wurde weltweit von 276 Teilnehmern absolviert und bestätigte viele Trends, die uns bereits bekannt waren. Sie offenbarte allerdings auch einige überraschende Erkenntnisse, die Sie dazu veranlassen könnten, Ihren Ansatz für das Software Asset Management in der Cloud zu ändern.

Aspera 2018 SaaS Survey Insights: How cloud computing impacts your software license management

Das Rad wird nicht überall neu erfunden

Hier sind einige Dinge, die uns nicht überrascht haben:

  • 80 % der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen Microsoft Office 365 nutzen. Natürlich tun sie das. Jeder hat vor dem Wechsel in die Cloud irgendeine Version von Office verwendet und Microsoft hat viel dafür getan, um in kurzer Zeit möglichst viele neue und wiederkehrende Kunden von der Nutzung der Cloud zu überzeugen. Die Cloud ist ein wesentlicher Bestandteil ihres Geschäftsplans. Von daher ergibt es Sinn, dass die meisten Unternehmen bereits auf Office 365 umgestiegen sind.
  • Fast 45 % der Befragten gaben an, dass die SAP S/4 Hana Cloud, neben zahlreichen anderen Cloud-Lösungen von SAP, in ihren Unternehmen nutzen. Auch das ist wenig verwunderlich, schließlich hat SAP die „Cloud-First“-Strategie aggressiv vorangetrieben. Dadurch ist es nahezu garantiert, dass die meisten Unternehmen eine ihrer wichtigsten Cloud-Geschäftslösungen nutzen.

Geschäftseinheiten sind wichtige Akteure im Bereich des Software Asset Managements

Während die große Verbreitung von Office 365 im Hinblick auf das SaaS-Modell niemanden überraschen sollte, sieht das bei der Art der Verwaltung von Abonnement-Softwarelösungen schon anders aus. Viele sind angesichts der zunehmenden Beliebtheit von SaaS-Lösungen der Meinung, dass im Laufe der Zeit ein immer größerer Teil des Einkaufs und der Verwaltung von Abonnement-Software vom jeweiligen Geschäftsbereich anstatt von der zentralen IT-Abteilung übernommen wird.

Unserer Umfrage zufolge werden viele SaaS-Lösungen in 70 bis 85 % der Fälle jedoch von der zentralen IT-Abteilung verwaltet. Dazu zählt auch Abonnement-Software wie Microsoft Office 365 und SAP.

Bei der Verwaltung der SaaS-Lizenzierung durch die zentrale IT-Abteilung gibt es allerdings zwei Ausnahmen.

  • Im Fall von Salesforce ist die IT-Abteilung bei knapp über der Hälfte der Befragten für das Salesforce-Budget zuständig, während der Vertrieb und das Marketing, der Kundenservice und der Bereich Operations weitere 35 % ausmachen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Salesforce ist ein wichtiges Tool zur Umsatzsteigerung und anders als Office 365 von wesentlicher Bedeutung für die Infrastruktur des Unternehmens. Daher macht es Sinn, dass die wichtigsten Stakeholder für das Budget verantwortlich sind.
  • Das Gleiche gilt auch für Veeva Vault, für das die zentrale IT-Abteilung bei weniger als 20 % der Befragten zuständig ist. Da es sich um ein Tool für das Content-Management im Bereich der Biowissenschaften handelt, wird die Verantwortung für das für Veeva Vault bereitgestellte Budget in 40 % der Fälle zwischen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie der Produktion aufgeteilt. Diese Lösung ist unter Umständen nicht für den Vertrieb und das Marketing sowie andere Geschäftseinheiten relevant. Von daher ergibt es wie gesagt Sinn, das Budget in die Hände der wichtigsten Stakeholder zu legen.

Die Senkung der Softwareausgaben hat weiterhin oberste Priorität

Fast 60 % der Befragten gaben an, dass die Verwaltung der SaaS-Kosten für ihr Unternehmen oberste Priorität hat, und 73 % haben „Senkung der Softwareausgaben“ als eine ihrer vier wichtigsten SAM-Prioritäten angeführt. Auch wenn der Wechsel zur Cloud die Infrastrukturkosten erheblich senken kann, können die falschen Lizenzen oder eine falsche Einrichtung der Cloud-Umgebung dazu führen, dass viele Lizenzen aufgrund einer doppelten Lizenzierung und nicht verwendeter Lizenzen verschwendet werden.

LicenseControl for Office 365

Software Asset Management in der Cloud: Die 3 wichtigsten Erkenntnisse

  1. Das Software Asset Management in der Cloud lohnt sich. Die Zahlen lassen nur eine Schlussfolgerung zu: Selbst in der Cloud erweist sich das Software Asset Management als beste Strategie für das Kostenmanagement. Indem Sie sich einen einheitlichen Überblick über Ihre SaaS-Abonnementkosten verschaffen, können Sie Ihre Ausgaben spürbar senken – und noch dazu Ihre Softwareinvestitionen schützen. Führen Sie ein Reharvesting von Abonnements durch, überwachen Sie die Speichergrenzen und bekommen Sie Ihre Softwareumgebung in den Griff, um die Kosten niedrig zu halten und strategische Entscheidungen über Abonnementverträge zu treffen.
  2. SaaS führt zu Veränderungen, aber nicht überall. – Es steht unbestritten fest, dass SaaS-Lösungen die Abwicklung von Geschäften sowie den Einkauf und Verkauf von Software nachhaltig verändern. Aber während die einzelnen Geschäftseinheiten in der Cloud größere Freiheiten beim Erwerb und der Verwaltung von umsatzsteigernder Software haben, wird die zentrale IT-Abteilung weiterhin für die Verwaltung von kritischen Infrastrukturlösungen und die Koordinierung unternehmensweiter Kosteneinsparungsprogramme relevant sein.  
  3. Die Geschäftseinheiten spielen eine wichtige Rolle für das SAM in der Cloud. Da die Dezentralisierung der Softwarebeschaffung weiter voranschreitet, werden die individuellen Geschäftseinheiten zu immer wichtigeren Stakeholdern beim Software Asset Management. Infolgedessen müssen die SAM-Teams breiter aufgestellt werden und Stakeholder aus dem Vertrieb und Marketing, der zentralen IT-Abteilung und der Führungsebene einschließen.

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Themen: Cloud, SAM Insights, SaaS